Kurzinformationen

Vita: Geb. 13. 10. 1951 in Dinkelsbühl (Bay.) Doppelstudium d. Philosophie und Germanistik  bei Hans-Georg Gadamer,  Manfred Riedel und Gerhard Neumann. 1978 Dozent am Pontifical University College Maynooth.  1981 – 83 wissenschaftlicher Angestellter der Universität Bayreuth. 1984 Wissenschaftlicher Rat für Philosophie an der Universität Erlangen-Nürnberg (C3). Seit 1985 Mitherausgeber der Nürnberger Blätter. 1990/91 DAAD-Stipendium zur Habilitation in Pennsylvania State.  1991 kurzfristig Arbeit als Prof. an der New School New York. 1992 Lehrstuhlvertretung f. Hannes Böhringer an der HDK Kassel.  1994 Abbruch eines Berufungsverfahrens an der Bauhaus-Universität Weimar und Wechsel zum Bayerischen Rundfunk. Betreuung einer literarischen und einer philosophischen Reihe. 1995 Begründung der Nürnberger Autorengespräche zusammen mit Peter Horst Neumann (Bay. Akad. d. Künste). 2004  Turmschreiber in Abenberg. Ab 2003 regelmäßig Lehraufträge an der UDK Berlin und an der Universität Bamberg. Seit 2010  philosophische Seminarwochen für Künstler und Unternehmer an besonderen Orten. (www.philosophie-fuer-Kreative.de). Viele Aktionen mit bildenden Künstlern. Gründung und Betreuung eines kunstphilosophischen Zentrums in Süddeutschland. Der Schnackenhof.

Philosophische Essayistik: 1994 Entwicklung einer Theorie der „ästhetischen Korrespondenzen,“ (Reclams Universalbibliothek 8986); Studien zur zeitgenössischen Kunst und ästhetische Phänomenologie des Alltags (Lieben, Essen, Schlafen, Bauen, Wohnen, Garten, Atmosphäre, Festlichkeit); Aufnahme östlicher  Themenkreise. (Achtsamkeit, Buddhismus als Trend, Der Weg des Westens ist die Kunst, Kafka und das Tao..); Aufsätze zum Thema Garten und Bauen, Paradiessehnsucht und Utopie, Bauen und Denken, Kritik der Architekturmoderne; Studien und Seminare zu Fragen religiöser Erfahrung und Atmosphäre. Letzte Publ. („Im Atemkreis der Dinge – Einübung in eine Philosophie der Korrespondenz“, Alber, 2017 i.V.).  Sonstiges: Nietzsche (Die ewige Wiederkehr des Leidens, Bouvier 1987); Vorträge zur Unternehmens- und Lebensführung Galeriereden und Katalogvorwörter, Gemeinschaftsaktionen mit Künstlern, z. B.“Würde“ mit Jörg Amonat, „Brunnenreinigen“ (Kloster Heidenheim),  Anlage eines ironischen Wanderweges (Abenberg).

Rundfunkarbeiten: Zwischen 1993 und 2011  ca. 100 Stunden Hörfunkarbeiten vom Feature über das Hörspiel bis hin zu experimentellen Sendungen für den BR, SWR und Deutschlandradio Kultur. (Z.B „Speer und wir“, „Wo liegt Berlin?“ – „Das Kloster – Ort der Sehnsucht“, „Die unheimliche Sehnsucht des Dr. Carl Peters“ (eine Kolonialismus-Studie), „ZEN in Bayern“, Architekturkritik öffentlicher Bauten in Berlin für das politische Feuilleton Deutschlandradio Kultur. Langjährige Betreuung und Moderation der Nürnberger Autorengespräche und der Bamberger Hegelwochen.

Literarische Arbeiten:  „Die Pilzmaschine“ (absurde Kurzgeschichten 1978); In „Das Haus“  (1987), bezieht der Held eine Ruine, um sich selbst zu finden, verliert sich aber in den Renovierungsbemühungen. In dem Prosagedicht „Gott, Liebe oder die Reinhaltung der Luft“ (1990) paaren sich banalste Ängste und sublimste Sehnsüchte. („Die Bombe ist Gott, versteht Ihr..!“).  In „Aber so kommen Sie mit hinunter zum Fluss“ (1998, 2015) werden dreissig Meter als enzyklopädische und phänomenologische Weltreise aufgefasst. Der  „Brief an den Turmschreiber“ zeichnet ein Portrait der fränkischen Landschaft rund um die Turmschreiberstadt Abenberg und gibt ironische Tips für zukünftige Stadtschreiber. In der philosophisch poetischen Sammlung „Schmerz“ (2014) werden in vager Anspielung auf den buddhistischen Pfad menschliche Grundsituationen, (Krankheit, Tod, Geburt, Liebe, Verlust..) durchgespielt. Letzte Veröffentlichung: „Undinen“ – unmögliche Liebesgeschichten, 2015 PalmArtPress Berlin.

Sonstiges: In zwei Oratorien, die Hans Kraus-Hübner vertonte, den „Zeitenwenden“ und „Legenden – Das Leben der Hl.Walburga“ (uraufgeführt im Hohen Dom zu Eichstätt und im Münster Heidenheim) wird das Problem von Profanum und Heiligtum thematisiert. (Der Alltag ist das wahrhaft Heilige, das vorgeblich Heilige ist der Wahn). CD – Einspielungen und Aufführungen mit Unterstützung des BR. Ausstrahlung BR.

Literaturpolitische Engagements:  Seit den 80ger Jahren Reisen mit Politikerdelegationen nach Krakau, Charkiv, Moskau und Wladimir.)  Später literarische Lese- und Vortrags-Reisen im Rahmen der Europäischen Integration (Schottland, Polen, Ungarn, Ukraine). Begründung der „Nürnberger Mittagslesungen“ (Jetzt „Gäste und Buch“). Mitbegründung des Nürnberger Kesten-Preises und Jurortätigkeit für den Marie-Luise Engelhardt-Preis. (Mfr.) Aktivitäten und Reden im Rahmen des VS und des PEN-Programmes „Writers in Exile.“

Preise/Stipendien2008 Literaturpreis der Bayerischen Akademie  (Fr. Baur-Preis);  2004 Turmschreiberstelle der Stadt Abenberg; 2003; Journalistenpreis des Bayerischen Kultusministers im Rahmen von „Jugend forscht“; 1998 Literaturpreis der IHK Mittelfranken zusammen mit R. Huwendiek und Ewald Arenz; 1996 Förderpreis des Wolfram v. Eschenbach-Preises. DFG – Habilitationsstipendium in Pennsylvania State University. Verschiedene Reisestipendien des auswärtigen Amtes der Bundesrepublik Deutschland (VS) nach Polen, USA und Ungarn.