Leben und Veröffentlichungen

Vita: Geb. 13. 10. 1951 in Dinkelsbühl Doppelstudium in Philosophie und Germanistik in Heidelberg (1972) bei Hans-Georg Gadamer,  Manfred Riedel und Gerhard Neumann. nach dem Staatsexamen in Germanistik zunächst 1977 -1980 Gastdozent im lecturer-Rang für Mittelalterdichtung und Linguistik am Pontifical University College Maynooth. 1981 – 1983 wissenschaftlicher Angestellter für neuere Germanistik an der Universität Bayreuth. Ab 1984 Betreuung eines C3 Lehrstuhls für Philosophie an der Universität Erlangen-Nürnberg als wissenschaftlicher Rat. 1985 Neubegründung der Nürnberger Blätter. 1990/91 Habilitationsstipendium der DFG für die Pennsylvania State- University. (Begegnung mit Ivan Illich) 1992 Arbeitsaufenthalt an der New School New York. Anschl. Lehrstuhlvertretung f. Hannes Böhringer in Kunstphilosophie an der GhK Kassel. 1994 Abbruch eines Berufungsverfahrens an der Bauhaus-Universität Weimar und Wechsel zum Bayerischen Rundfunk. Dort über zehn Jahre Betreuung der Nürnberger Autorengespräche  und der Bamberger Hegelwochen. Zugleich Funkautor.  Philosophische Essayistik und radiophone Features (Wortspiel) für bundesdeutsche Sender. (WDR,  Deutschlandradio Kultur, Berlin, SWR) Zeitweise Architekturkritik der Berliner Regierungsbauten. Eine Reihe von literarischen Veröffentlichungen dieser Zeit (darunter auch zwei Libretti für Oratorien für den hohen Dom zu Eichstädt und Kloster Heidenheim) führte zu regionalen Literaturpreisen und einer Turmschreiberschaft in Abenberg, sowie zum  Literaturpreis der Bayerischen Akademie (Friedrich-Baur Preis) 2007. Ab 2003 Rückkehr zur Universität mit einem regelmäßigen Lehrauftrag für Kunstphilosophie an die Universität der Künste Berlin. Ab 2010 Einrichtung freier philosophischer Seminarwochen und eines philosophischen Zentrums für Künstler (www.philosophie-fuer-Kreative.de) mit Michaela Moritz (Nürnberg).  Lebt in Berlin und zeitweise auf dem „Schnackenhof“

Veröffentlichungen:  

1978 erscheint noch während des Studiums in Erlangen: „Die Pilzmaschine“ (absurde Kurzgeschichten zusammen mit Ralph Huwendiek). In einem ersten von Luise Rinser betreuten Roman „Das Haus“ (1987) bezieht der Held eine Ruine, um sich selbst zu finden, verliert sich aber in den Renovierungsbemühungen und zerstört schließlich das Haus. Im gleichen Jahr erscheint bei Bouvier: „Nietzsche – die ewige Wiederkehr des Leidens“, eine verkürzte Version der Dissertation, die sich mit dem Thema der Lebensentfaltung aus ästhetischen Prinzipien auseinandersetzt und damit das große Thema er Lebensführung als Korrespondenz eröffnet.  In dem 1990 veröffentlichten Prosagedicht „Gott, Liebe oder die Reinhaltung der Luft“ paaren sich literarisch banalste Ängste und sublimste Sehnsüchte. („..Die Bombe ist Gott, verstehen wir uns?…“) 1993 erscheint die Habilitation in reduzierter essayistischer Form unter dem Titel  „Ästhetische Korrespondenzen – Denken im technischen Raum in Reclams Universalbibliothek (UB 8986).  In dem 1998 erschienenen Prosaband „Aber so kommen Sie mit hinunter zum Fluss“ (2. Aufl. 2015 bei PalmArt) werden dreissig Meter Fußweg zur enzyklopädischen und phänomenologischen Weltreise (Wurde auch eine Rundfunksendung für den Bayerschen Rundfunk), wobei das Lob der „Minimalreise“ gesungen wird. (Fotographien v. Jürgen Schabel.)  In der Sammlung „Brief an den Turmschreiber“ (2008) entfaltet sich ein ironisch liebevolles Portrait der fränkischen Landschaft rund um die Turmschreiberstadt Abenberg und der Autor gibt ironische Tips für zukünftige Stipendiaten. Zwischen 2004 und 20014 erscheinen zahlreiche Studien für namhafte Zeitschriften zur Phänomenologie des Alltags, (Lieben, Essen, Schlafen, Bauen, Wohnen, der Garten des Comenius, Atmosphäre und Festlichkeit, Achtsamkeit, Buddhismus als Trend, Der Weg des Westens ist die Kunst, Kafka und das Tao, usw. In der philosophisch poetischen Sammlung „Schmerz“ (2014) werden in vager Anspielung auf den achtfachen buddhistischen Pfad menschliche Leidens-Situationen (Krankheit, Tod, Geburt, Abhängigkeit und Zwang, Angst und Verlust..) durchgespielt. Die vorerst letzte literarische Veröffentlichung ist „Undinen – unmögliche Liebesgeschichten“, 2015 PalmArtPress Berlin. 2. Aufl. 2017.  Die vorerst letzte philosophische Publikation heißt „Im Atemkreis der Dinge – Einübung in die Korrespondenzphilosophie, Freiburg/München (Alber 2017.  2. Aufl. 2018. i.V.).  Über die zwölf  „Übungen in Korrespondenzphilosophie“ die Manfred Osten in der katholischen Akademie in Berlin der Öffentlichkeit vorstellte, werden auch zwölf Monate lang „Philoquiuen“ auf dem „Schnackenhof“ (www.Schnackenhof.de) abgehalten.

2. Rundfunkarbeiten: Zwischen 1990 und 2011 entstanden rund 100 Hörfunkarbeiten vom Stunden-Feature über das Hörspiel (Feuerbachs Tod) bis hin zu experimentellen Sendungen für den BR, SWR und Deutschlandradio Kultur. (z. B. „Speer und wir“, „Wo liegt Berlin?“ – „Kloster – Ort der Sehnsucht“, „Die unheimliche Sehnsucht des Dr. Carl Peters“ (eine Kolonialismus-Studie), „ZEN in Bayern“… Weiterhin entstanden viele Essays, etwa für das Kritische Tagebuch (WDR) und eine Reihe Architekturkritiken öffentlicher Bauten in Berlin für das Deutschlandradio Kultur. Regelmäßig zugleich langjährige Betreuung und Moderation der Nürnberger Autorengespräche und der Bamberger Hegelwochen.

3. Sonstiges: In zwei Oratorien, die Hans Kraus-Hübner vertonte, den „Zeitenwenden“ und den „Legenden“ – (Leben der Hl.Walburga) (uraufgeführt im Hohen Dom zu Eichstätt und im Münster Heidenheim) wird das Problem von Profanum und Heiligem thematisiert. (Der Alltag ist das wahrhaft Heilige, das vorgeblich Heilige ist der Wahn). CD – Einspielungen und Aufführungen mit Unterstützung des Bayerischen Rundfunks, der die Oratorien auch ausstrahlte. 

4. Literaturpolitische Engagements:  In den 80ger Jahren gelegentliche Tauwetter-Reisen mit Politikerdelegationen nach Krakau, Charkiv, Moskau, Wladimir usf..  Viele literarische Lese- und Vortrags-Reisen im Rahmen der Europäischen Integration (Schottland, Österreich, Ungarn,) Begründung der „Nürnberger Mittagslesungen“ (Jetzt „Gäste und Buch“). Mitbegründung des Hermann-Kesten-Preises. Regelmäßig Jurortätigkeit für den Marie-Luise Engelhardt-Preis.  Aktivitäten und Reden im Rahmen des VS und des PEN-Programmes „Writers in Exile“ in den späten 90er Jahren.

5. Preise/Stipendien2007 Literaturpreis der Bayerischen Akademie  (Fr. Baur-Preis);  2004 Turmschreiberstelle der Stadt Abenberg; 2003; Journalistenpreis des Bayerischen Kultusministers; 1998 Literaturpreis der Industrie und Handelskammer Mittelfranken zusammen mit Ralf Huwendiek und Ewald Arenz; 1996 Förderpreis des Wolfram v. Eschenbach-Preises. DFG-Stipendium für die Pennsylvania State University. Verschiedene Reisestipendien des auswärtigen Amtes der Bundesrepublik Deutschland über den Schriftstellerverband (VS) nach Polen, in die USA und nach Ungarn.